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Über diese Website: von der Salzburger Beratungsstelle zum Wegweiser

Von Theresa AignerZuletzt geprüft:

anonymespieler.at hat eine lange Geschichte. Unter dieser Adresse informierte früher eine Salzburger Beratungsstelle für Glücksspielsüchtige und Angehörige. Heute ist die Seite ein unabhängiger Wegweiser zu Hilfe in ganz Österreich. Hier erzähle ich, wie es dazu kam und nach welchen Grundsätzen ich arbeite.

Was anonymespieler.at heute ist

Diese Website sammelt, prüft und erklärt Informationen rund um Glücksspielsucht in Österreich: Warnzeichen und Selbsttests, Beratungsstellen in allen Bundesländern, Sperren und Limits, Selbsthilfegruppen und die Rechtslage. Ziel ist, dass du in wenigen Minuten weißt, wo du anrufen kannst und was du heute selbst tun kannst.

Was diese Seite nicht ist
  • Keine Beratungsstelle und kein Notdienst. Für persönliche Hilfe verweise ich auf die Fachstellen.
  • Nicht verbunden mit dem Verein „Anonyme Spieler Österreich“ in Melk, mit dem Institut Glücksspiel & Abhängigkeit oder mit der früheren Beratungsstelle.
  • Kein Glücksspielanbieter und kein Vermittler von Glücksspielangeboten.

Die Geschichte der Domain

Bis Ende der 2000er-Jahre betrieb die Beratungsstelle „Anonyme Spieler“ unter dieser Adresse ihre Website. Sie bezeichnete sich als „Beratungsstelle und Therapiezentrum für Glücksspielsüchtige und Angehörige“ und zugleich als „Kompetenzzentrum Glücksspiel für Unternehmen, Behörden und Multiplikatoren“. Der Sitz war in der Emil-Kofler-Gasse 2 in Salzburg.

Aus dem Archiv der alten Website lässt sich ein gutes Bild der Arbeit rekonstruieren:

  • Sprechzeiten ohne Voranmeldung am Dienstag und Donnerstag von 9 bis 13 Uhr und am Mittwoch von 13 bis 19 Uhr, Beratung nach Vereinbarung an allen Werktagen.
  • Die Leistungen der Beratungsstelle waren für Hilfesuchende kostenlos.
  • Jeden Mittwoch eine moderierte Selbsthilfegruppe, dazu monatliche Angehörigen- und Nachsorgegruppen. Die Termine sind im Termine-Archiv erhalten.
  • Wissenschaftliche Zusammenarbeit im Bereich Verhaltenssucht.
  • 2006 eine viel beachtete Anzeige gegen den Online-Anbieter Bet and Win, begleitet von einem Rechtsgutachten der Universität Linz (Presse-Archiv).

Was wurde aus der Einrichtung? In der aktuellen Liste des Finanzministeriums ist unter der früheren Salzburger Telefonnummer 0662 87 40 30 heute das „Institut Glücksspiel & Abhängigkeit“ eingetragen, mit Beratungsstellen in Salzburg (Eugen-Müller-Straße 5) und Graz. Wie die Einrichtungen organisatorisch zusammenhängen, kann ich aus öffentlichen Quellen nicht sicher sagen. Wer Beratung in Salzburg sucht, findet die Kontaktdaten unter Spielsucht-Beratung in Salzburg.

Wofür die Beratungsstelle damals stand

Das Selbstverständnis der früheren Beratungsstelle ist im Archiv vollständig erhalten. Ich gebe es hier wieder, weil es bis heute gut beschreibt, was gute Hilfe bei Glücksspielsucht ausmacht:

Ziele

  • Ermöglichen, Fördern und Erhalten von Abstinenz
  • Wissenschaftliche Erhebung, Aufbereitung, Auswertung und Präsentation suchtspezifischer Daten
  • Öffentliches Bewusstsein und Anerkennung der Glücksspielsucht als Störung
  • Spielerschutz und Prävention

Leistungen

  • Hilfe in Krisensituationen
  • Schuldner- und Sozialberatung
  • Beratung in Einzel-, Paar- und Familiengesprächen
  • Ambulante Therapie einzeln und in Gruppen, Seminar zur Abstinenz
  • Vermittlung in stationäre Therapie und therapeutische Nachsorge
  • Selbsthilfegruppen, Präventionsberatung, Glücksspielforschung
  • Fachberatung zum Thema „Responsible Gaming“ und Öffentlichkeitsarbeit

Grundsätze

  • Niederschwelliger, freier Zugang
  • Anonymität
  • Konkrete Unterstützung in lebenspraktischen Belangen

Zielgruppen

  • Suchtspielgefährdete und Abhängige mit sozialen Folgeproblemen
  • Suchtspielende mit Motivation zur Abstinenz
  • Angehörige
  • Anbieter und Betreiber sowie institutionelle Multiplikatoren

Niederschwellig, anonym, praktisch: Diese drei Grundsätze habe ich für die heutige Website übernommen.

Meine Grundsätze für diese Seite

  • Offizielle Quellen zuerst: Kontaktdaten aus der Liste des Finanzministeriums und von den Einrichtungen selbst, Gesetze aus dem RIS, Sperrregeln direkt von den Anbietern.
  • Jede Seite mit Datum: Du siehst immer, wann ich die Inhalte zuletzt geprüft habe.
  • Archiv klar getrennt: Historische Inhalte der früheren Beratungsstelle sind als Archiv gekennzeichnet und vermischen sich nicht mit aktuellen Informationen.
  • Keine Diagnosen, keine Versprechen: Selbsttests helfen bei der Einordnung, ersetzen aber kein Fachgespräch.
  • Datenschutz: Namen und Durchwahlen früherer Mitarbeitender veröffentliche ich nicht mehr. Der Selbsttest läuft nur in deinem Browser.
  • Korrekturen: Hinweise auf Fehler oder veraltete Nummern nehme ich über das Kontaktformular entgegen und setze sie zeitnah um.

Wer hier schreibt und wie ich recherchiere, steht unter Autorin & Redaktion.